Interkulturelle Projekte


Sehr geehrte Damen und Herren,

die christlich-palästinensischen Familie von Daoud Nassar und seinem Projekt „Tent of Nations“ in der Nähe von Bethlehem, das von fünf jüdischen Siedlungen umringt ist, hat am Mittwoch eine sogenannte „landconfiscation order“ des Staates Israel erhalten. Die Familie fand auf ihrem Land, das der Großvater seinerzeit im Ottomanischen Reich hatte registrieren lassen, drei Zettel, die vom Wind verweht und nicht persönlich abgegeben wurden, auf dem Grundstück, in Hebräisch. Darin steht geschrieben, dass das Land zum „State land“ erklärt wird. Die Nassars sind seit 1991 mit ihrem Fall vor dem HIght Court in Jerusalem und kämpfen um jeden Meter ihres Grundstücks, für das Israel ihnen in den vergangegen Jahren mehrere Summen, Blankochecks und andere Deals angeboten hat. Die Familie, die mit 14 Leuten und internationalen Volontären dort lebt, ist seit 8 Jahren von dem normalen Straßenverkehr abgeschnitten, weil Israel einen „Roadblock“ vor die Zufahrtsstraße der Nassars gelegt hat, der Besucher zwingt, zu Fuß ca. 500 Meter zu laufen, bevor sie „Tent of Nations“ erreichen. Die Familie wurde immer wieder von Siedlern attackiert, die aus den gegenüber liegenden illegalen israelischen Siedlungen herüberkommen, um ihren Anspruch auf das Land deutlich zu machen. Vor 5 Jahren gründete Daoud Nassar, der in Deutschland studiert hat, sein Friedensprojekt „Tent of Nations“, das Dialogarbeit und Sommercamps für Kinder veranstaltet. Sein Motto ist“ Wir weigern uns, Feinde zu sein.“ Die neue Landkonfiszierung ist ein Schock für die Familie. „Wir haben laut Papieren jetzt 45 Tage Zeit, das ganze wieder anzufechten“, sagt Daoud Nassar, der eigentlich am Sonntag auf eine Vortragsreihe nach Schweden und Holland fahren wollte, um über sein Projekt zu berichten, für das auch jüdische Friedenskativisten kürzlich 250 Olivenbäume gepflantz hatten, nachdem radikale Siedler an derselben Stelle vorher Bäume abgebrannt hatten.

Ich möchte Sie dringend bitten, sofort zu reagieren, und alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit diese unrechtmäßige Landkonfiszierung des Staates Israel nicht realisiert werden kann. Das Land gehört der palästinensischen Familie, die den Besitz lückenlos dokumentiert hat. „Tent of Nations“ braucht die Unterstützung aller Christen und Menschenrechtsbeobachter weltweit. Berichten sie über Tent of Nations, sprechen sie mit Politikern, schreiben sie Protest-Briefe, wenden sie sich an den israelischen Botschafter und die israelische Regierung und leiten sie diese E-Mail weiter. Menschenrechtsverletzungen können nicht hingenommen werden, schon gar nicht von uns Deutschen. Falls Sie weitere Informationen zu dem Fall haben möchten oder einen direkten Kontakt, können Sie sich gerne an mich wenden oder gehen Sie direkt über die Homepage:http://www.tentofnations.org/
DIe Telefonnummer von Daoud Nassar ist: 00972-274 30 71 in Bethlehem. Er spricht fließend Englisch und Deutsch und freut sich über Ihre Unterstützung und Anteilnahme. Ich habe ihn und seine Frau Jihan gestern Abend noch getroffen.

Mit herzlichen Grüßen aus Bethlehem hinter der Mauer!
Liva Haensel

internationale, interkulturelle und integrative Projekte

bieten theaterimpulse e.V. in Bielefeld an

Das interkulturelle Netzwerk sucht für seine Sommeraktivitäten in Deutschland, Frankreich und Europanoch

Teamerinnen und Teamer.

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Die Bundeszentrale für politische Bildung vergibt ein vierwöchiges Austauschseminar Deutschland-Namibia. 

Studierende und Absolventen bis 27 Jahren mit den Fächern Politikwissenschaft, Neuere Geschichte, Internationale Beziehungen, Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaften können sich bewerben. Ich finde da passen Kulturpädagogen bestens hinein.

Termin ist vom 19.08.-16.09. 2007

Wer die Möglichkeit hat sollte das unbedingt tun. Namibia ist ein faszinierendes Land. Wer sich für interkulturelle Projekte interessiert, bekommt durch die verschiedenen ethnischen Gruppen des Landes genug Inspiration.  

Da ich selbst 3,5 Jahre als Erzieherin in Windhoek tätig war, beantworte ich gerne Fragen.

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Foto: Peter Janoschka

Cultiv ist ein Netzwerk von Künstlern, Wissenschaftlern und Kulturmanagern, die unterschiedliche Perspektiven und Strategien zusammenbringen, um Kulturprojekte in Musik, Film, Theater, Fotografie bis hin zu Bildungsarbeit und Journalistik zu entwickeln.