„Ich kann doch nur singen, ich habe doch keine andere Wahl!“

Endlich ein Film über die große Dame des französischen Chansons. Der Film erzählt Edith Giovanna Gassion Leben, welches 1915 in Belleville began. Belleville in dieser Zeit bedeutete Rotwein in der Nuckelflasche für die Säuglinge, viel Prügel und keine Bildung, rachitische Kinder und rheumatische Erwachsene.
Brilliant Marion Cottillard, die es versteht, Piafs außergewöhnliche Mimik und Gestik voller Authentizität darzustellen. Cottilard spielt Piafs Reize und Macken gekonnt aus.
Ihre Geschichte wird anachronistisch aufgezeigt. Das zeitliche Switchen zwischen den Erzählebenen, findet sich am Ende zu einem verständlichen Ganzen.
Gut, die Begegnung mit Marlene Dietrich hätte mehr ausgebaut werden können, sowie die Beziehung zu ihre Tochter, die sie im Alter von 2 Jahren schon zu Grabe tragen musste.
Aber das tut dem Film nichts Schlimmes. Die kleine große Frau hat genug gelebt, um einen 140minütigen Film mit satten Bergen und Tälern auszustatten.
Zu empfehlen auch das Buch ihrer Schwester Simone Berteaut Ich hab gelebt Mylord.
Tipp: Flasche Rotwein und die Büchse Sardinen intensivieren den Lesegenuß!